In den 11-Uhr-Nachrichten wartete Ö1 mit einer unerwarteten Meldung auf. Die Messerattacke eines Syrers am 6. November des Vorjahres in einem deutschen Eisenbahnzug zwischen Regensburg und Nürnberg „dürfte doch islamistisch motiviert gewesen sein“. Ursprünglich hatten Ermittler und Medien wie der ORF – wie fast immer in solchen Fällen erläutert – der Täter könnte „psychisch krank“ gewesen sein. Traumatisiert natürlich sowieso.
Überraschend dürfte die Erkenntnis einer islamistischen Motivation für kaum einen der Zuhörer gewesen sein. Wer sticht schon während einer provinziellen Eisenbahnfahrt auf etliche ihm völlig unbekannte Mitreisende ein, außer einem „islamistisch motivierten” Terroristen.
Bemerkenswert an dieser Meldung war vor allem, dass sie in Ö1 auf Sendung ging, wenn auch nur als Randnotiz in einer der zahllosen ORF-Nachrichtensendungen. Üblicherweise meldet der ORF zwar meist die Tatsache von Attentaten, aber fast immer verbunden mit dem Hinweis, ein terroristischer Hintergrund sei von den Ermittlern nicht festgestellt worden.
Das war auch am vergangenen Wochenende der Fall, als zwei Männer in der Kleinstadt Strépy-Bracquegnies, 40 km entfernt von der belgischen Hauptstadt Brüssel, in einen fröhlichen Faschingsumzug rasten, sechs Menschen töteten und zahlreiche weitere schwer verletzten. Wichtigster Teil der ORF.at-Nachricht dazu: Es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Aber nach wenigen Stunden war die Nachricht auf ORF.at und im ORF-Teletext ohnehin wieder verschwunden.
Verdrängt wurde dieser Zwischenfall durch die Meldung, dass die Abschiebung eines 12-jährigen Mädchens nach Georgien im Jänner 2021 nach Urteil des Bundesverwaltungsgerichts rechtswidrig gewesen sei.
Man braucht sie aber nicht zurück nach Österreich zu holen. Sie ist ohnehin seit 30. Jänner 2021 wieder in Wien.
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