Das wieder (oder noch immer) fest in roter Hand befindliche Sozialministerium hat wieder einmal eine Studie beauftragt, die mit Hilfe von zuerst "Standard" und dann ORF wieder einmal die alten sozialistischen Gesellschaftsbilder unter die Menschen bringen soll. Das, was der ORF dabei transportiert, liest sich wie ein Kondensat einschlägiger Propaganda-Slogans aus dem 19. Jahrhundert: "Österreich macht es sozialen Aufsteigern schwer".
Dabei liegt Österreich selbst nach der Studie des Sozialministerium fast haargenau im Schnitt der OECD-Staaten. In Österreich "könnte"(!!) es laut dieser (ohnedies mehr nach Ideologie als nach seriöser Wissenschaft klingenden) Studie fünf Generationen für den sozialen Aufstieg ins Mittelfeld der Einkommen dauern, im internationalen Schnitt "dürfte" das viereinhalb Generationen dauern. Das ist ein völlig insignifikanter Unterschied, der niemals diese ORF-Überschrift rechtfertigen kann, selbst wenn man diese Studie ernstnehmen sollte (ganz abgesehen von den Lebenserfahrungen vieler Österreicher wie der meines Vaters, der es als Sohn eines analphabetischen Bergbauern in einer Generation zum Rechtsanwalt gebracht hatte).
Noch absurder ist es, Länder wie Dänemark oder Finnland als besonderes Vorbild herauszustellen, wo der Aufstieg laut dieser Studie schon in zwei oder drei Generationen möglich wäre. Aber weder die OECD-Autoren des Sozialministeriums noch der Ideologieverbreiter ORF machte sich die Mühe nachzuschauen, wie das denn mit dem Ausländeranteil korreliert. Der ist nämlich im Spitzenreiter Dänemark mit 8,75 Prozent niedriger als in sämtlichen österreichischen Bundesländern, von den 30 Prozent Ausländern in Wien gar nicht zu reden. Und ebensowenig von der hierzulande besonders hohen Zahl Eingebürgerter mit Migrationshintergrund, die in diesen Zahlen noch gar nicht erfasst sind. Da viele Migranten aus mittelalterlich geprägten Kulturen kommen, könnte eigentlich selbst ein ORF-Linker ein wenig nachdenken, ob sich das nicht auf den ökonomischen Erfolg in Österreich auswirken wird.
Natürlich findet sich im ORF auch die Stehsatz-Lüge aus dem uralten SPÖ-Fundus, dass hierzulande die Bildung "vererbt" werde. Als ob die wahre Kausalität nicht längst klar wäre, dass bildungsorientierte Eltern selbst mehr verdienen und ihren Kindern ständig - auch schon lange vor der Schule - Bildungsorientierung als wichtig vermitteln. Ihnen viel vorlesen, mit ihnen in Museen gehen, gute Lehrer schätzen, selber Bücher und Zeitungen lesen, Überstunden machen, ihren Job ernst nehmen und ihnen mit noch vielen anderen Verhaltensweisen ein Vorbild geben. Mit der Übernahme der SPÖ-Lüge von der "Vererbung" will der ORF den bildungsorientierten Eltern all das offenbar verbieten. Denn sonst werden ja immer die Kinder bildungsorientierter Eltern gewisse Vorteile haben.
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