Wie wir alle wissen, sind die GrünInnen die mit Abstand wichtigste Partei des politischen Spektrums - noch vor der SPÖ, die aber natürlich auch sehr wichtig ist. Mit Respektabstand folgen dann die NEOS und die Pilze. Der Rest ist absolut pfui und muss dringend bekämpft werden – das Neo-KuK-Reich (Kurz und Kickl) ist wie 1918 erneut dringend von den sozialistischen Guten aufzulösen. Das ist Konsens im ORF und allen angeschlossenen Linksmedien.
Dass die extrem wichtigen GrünInnen bei der letzten Nationalratswahl trotzdem aus dem Parlament geflogen sind, ist dabei als eine Art Unfall zu betrachten, der auf die Dummheit und Ignoranz des vertrottelten Wählers zurückzuführen ist. So verblödet wie der durchschnittliche Österreicher sind die Rotkanalisten aber keineswegs und deswegen arbeiten sie unermüdlich daran, uns unterdurchschnittlich intelligenten Dolmen die GrünInnen endlich wieder schmackhaft zu machen.
Deshalb war es auch wieder höchste Zeit für eine grüne Belangsendung auf Kosten der Zwangsgebührenzahler im Ö1-Mittagsjournal. Dort hat der EU-Wahlkampf schon begonnen und der aktuelle grüne Ober-Guru Werner Kogler durfte 17 Minuten lang im „Journal zu Gast“ sein völlig sinnbefreites Gefasel in den Äther absondern. Zwar ist Kogler an und für sich ja ein eher simples Gemüt, aber als GrünIn hat sie (ja, auch hier wird endlich korrekt gegendert) für Linksausleger wie die gesamte Ö1-Belegschaft trotzdem Kultstatus. Zusammen mit Interviewer Klaus Webhofer bildete Kogler ein quasi kongeniales Tandem.
Da spielte man sich die Bälle zu und Kogler durfte seine feuchten Träume unwidersprochen als Realität zum Besten geben. Welch‘ Wohltat im Vergleich zu einem ORF-Interview mit Innenminister Kickl oder ähnlichen Bösewichten. Kein Geifern, kein empörtes Keuchen, kein Unterbrechen des Gastes. Webhofer gibt sich amikal. Man ist eben unter sich, unter Freunden, wie es sich unter Genossen gehört. Kogler schwelgte in seinen Phantasien von GrünInnen, die überall im Aufwind und im Vormarsch seien. Von gewonnenen Urnengängen und nahen weiteren Siegen. Die Wahl in Salzburg werden die Öko-Stalinisten laut Kogler übrigens auch schon wieder gewinnen – logisch.
Und Kogler stellt der bösen rechten Regierung Ultimaten, droht mit Volksbegehren und anderen Konsequenzen. Er fordert und wolle überprüfen, was geliefert werde. Er will auch das Weltklima retten. Dass Kogler und seine Splitterpartei aktuell nicht einmal im Parlament sitzen, wird so gut es geht unter den Tisch gekehrt. Man tut so, als ob die GrünInnen weiter eine große Rolle spielen würden, als ob sie Taktgeber und Vorreiter währen. Es war einmal - aber das wollen Kogler und auch Webhofer nicht so recht wahrhaben. Die Realität scheint wie ein böser Geist, den man mit markigen Sprüchen zu vertreiben versucht. Und man macht sich gegenseitig Mut - die abgehalfterte GrünIn und der Rotkanalist. Beide träumen schier endlose 17 Minuten lang von besseren Zeiten und tun dabei so, als seien die Träume real.
Die GrünInnen sind aber eine abgewählte Partei mit 3,8 Prozent Stimmenanteil - so lautet der Ist-Zustand. Das können Kogler und Webhofer drehen und wenden wie sie wollen. Mehr kommt unter dem Strich nicht raus. Dennoch darf der recht einfach gestrickte Guru einer kleinen, linken Polit-Sekte 17 Minuten sündteure Sendezeit für Eigenwerbung verpulvern - vor allem auf Kosten derer, die man verächtlich macht, weil sie so dumm waren/sind, türkis oder blau zu wählen. Komischerweise werden aber nur ultralinke Splittergruppen wie die GrünInnen derart medial beatmet und künstlich am Leben erhalten.
Wie viele Interviews gab es eigentlich mit dem Team Stronach oder dem BZÖ nach deren Abwahl? Und wie oft dürfen Vertreter der Regierungsparteien 17 Minuten lang ohne empörte Unterbrechungen Werbung in eigener Sache im ORF betreiben? Ach, noch nie? Na das liegt vermutlich nur daran, dass sie nicht so eine entscheidende Rolle spielen, wie die GrünInnen. Denn die sind bekanntlich und wie eingangs vermerkt die wichtigste Partei des politischen Spektrums. Wer das nicht erkennt, muss ein hirnamputierter Rechtswähler sein und sollte besser die Klappe halten, um sich wenigstens nicht als solcher zu outen...
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