Schön, wenn man ein einfaches Weltbild hat. Ohne lästige Schattierungen, Zwischentöne und Differenzierungen fällt das Denken, Entscheiden und (Ver-)Urteilen viel leichter. Da gibt es die Guten und die Bösen, die Dummen und die Schlauen, die Moralischen und die Verkommenen, die Zivilgesellschaft und den Pöbel, die Gutmenschen und die Untermenschen.
Weil die Welt aber etwas komplexer beschaffen ist, braucht der gemeine Bürger jemanden, der ihn anleitet, der für ihn die Welt in Gut und Böse einteilt, der sagt bzw. festlegt, wer Freund und Feind ist. Das ist eine der Hauptaufgaben des ORF. Zumindest sehen das seine Mitarbeiter so. Und sie geben ihr Bestes.
Ein Beispiel: Nach dem täglichen Trump-Bashing-Beitrag im Ö1-Morgenjournal leitet die Redakteurin auf ein Interview mit dem deutschen Grünen-Chef Robert Habeck mit folgenden Sätzen über: „Wie gewinnt man Wähler, ohne Fake News und ohne mit seinen Ansagen zu spalten? Einer, der das beantworten könnte, ist der Parteichef der deutschen Grünen.“
So einfach und faktenbefreit kann die Welt sein: Böser Trump, gute Grüne. Dass Menschen, die die Welt in zwei Kategorien, in Gut und Böse einteilen, ihren politischen Gegnern gerne vorwerfen, sie würden „spalten“, passt gut ins Bild, zumal ihnen ihre Feinde vor allem als Projektionsflächen bzw. Spiegelbilder für ihre Ängste, ihren Hass und ihre Minderwertigkeitskomplexe dienen.
Das Interview mit Herrn Habeck wurde bewundernd und geradezu unterwürfig geführt. Nur eine Sorge bzw. einen Kritikpunkt hatte die ORF-Dame, dass die Grünen zu bürgerlich werden könnten. Man muss politisch schon sehr weit links stehen, um solche Ängste zu haben.
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