Wieder einmal Terror im Namen des Islam. Diesmal mussten „Ungläubige“ in Stockholm für die Religion des Friedens sterben. Der Terroranschlag war so deutlich als solcher erkennbar, dass ihn nicht einmal die Propagandamaschinerie des ORF zu einem Unfall oder Amoklauf umbauen konnte.
Trotzdem hat es der ORF geschafft, in dem elf Minuten langen Beitrag kein Wort über den mutmaßlichen Hintergrund zu verlieren. Auch das Wort Islam oder zumindest islamistischer Terror wurde gekonnt vermieden.
Anstatt dessen wird der Lastwagen als der Übeltäter präsentiert. Lou Lorenz-Dittelbacher bei der Einmoderation: „Terror in Stockholm. Ein Lastwagen ist am Nachmittag durch eine belebte Einkaufsstraße gefahren und hat Menschen überfahren. Mindestens vier sind tot.“
Ein Lastwagen ist also in die Einkaufsstraße gefahren und nicht der (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit moslemische) Attentäter. Im Beitrag heißt es dann wieder: „Kurz nach 15 Uhr fährt ein Lkw in die bekannte Einkaufsstraße Drottninggatan im Zentrum der Stadt und beschleunigt. Fünfhundert Meter weit rast er durch die belebte Fußgängerzone.“
Man hätte auch eins und eins zusammen zählen können und die Gemeinsamkeiten zu den bisherigen Anschlägen mit Fahrzeugen in Nizza, Berlin und London herstellen können. Aber spätestens dann hätte man das Wort Islam in den Mund nehmen müssen. Das hielt die ORF-Redaktion offenbar für keine gute Idee. Deswegen stellt man andere Fragen. Kaspar Fink: „Aber warum Stockholm? Und warum heute? Auch der schwedische Geheimdienstchef hat darauf keine Antwort.“
Tja, das sind in der Tat die essentiellen Fragen. Anstatt auf die Ursachen für den Terror einzugehen wird die Aufmerksamkeit auf Nebensächlichkeiten gelenkt.
Das sind zwar keine Fake-News, aber möglicherweise bereits manipulative Nachrichten. Unter Wikipedia gibt es dazu einen schönen Eintrag mit vielen vom ORF bekannten Methoden: Selektion, Gewichtung der Information, die Rolle der Sprache, die Rolle des Visuellen.
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