Absolut sensationell - wenn auch widerwärtig -, wie die ORF-Genossen absolut jede Geschichte in ihr Gegenteil umzufaken versuchen. Diesmal ist der Anlass eine Kosmetik-Unternehmerin, die von Arbeitsinspektorat und Arbeiterkammer so schikaniert wird, dass sie jetzt ankündigt, ihren Betrieb mit 70 Mitarbeitern zu sperren.
Wie aber betitelt das Radio Eriwan vulgo Wrabetz online? Nicht etwa: "Arbeiterkammer und Arbeitsinspektorat vernichten 70 Arbeitsplätze" oder ähnlich. Sondern: "Weiter Wirbel um Ex-Miss Austria."
Also wieder einmal: Das Opfer, die beruflich gekillte Unternehmerin ist schuld, nicht etwa der Terror von Gewerkschaft und Co. Und wenn man ihr schon nichts Konkretes vorzuwerfen hat, dann schreibt man einfach: "Weiter Wirbel um" - das Opfer.
Noch tiefer ist es aber, dabei diese Unternehmerin - immerhin 70 Mitarbeiter! - als "Ex-Miss Austria" zu bejauchen. Das ist nichts anderes als übelster Sexismus. Hat doch das eine - was auch wohl schon etliche Jahre her ist - absolut nichts mit dem anderen zu tun. Aber durch den Verweis auf Ex-Miss wird unterschwellig - nein, nicht unter-, sondern ziemlich oberschwellig - die Unternehmerin als dumme Gör, als Flittchen der Lugner-Bikini-Kategorie hingestellt.
Absolut mies. Wenn das gegen eine linke Aktivistin getan worden wäre, würden sämtliche Gleichstellungsbeamtinnen zu rotieren beginnen. Vom "Falter" bis zur "ZiB2" würden Sonderschichten gefahren, um den Skandal anzuprangern. Aber die Frau ist ja offenbar eine Nicht-Linke und noch dazu Unternehmerin, die kann man schon ungestraft mit Kot übergießen. Das gebührt ihr!
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