Dass Rot und Grün im ORF fast immer gehätschelt und so gut wie nie kritisch betrachtet und behandelt werden, ist ein offenes Geheimnis. Aber manchmal sind gerade kurze, vorsichtig formulierte und scheinbar unverfängliche Beiträge besonders entlarvend. Das Mittagsjournal berichtete darüber, dass sich die Verhandlungen zwischen Rot und Grün in der Zielgerade befinden. Über Sachfragen sei man weitgehend einig.
Was wollen die Grünen – Wahlverlierer ebenso wie die Wiener Sozialisten – nun in den angeblich so zähen Verhandlungen noch erreichen? „Einen Vizebürgermeistertitel, der laut Stadtverfassung der SPÖ zusteht, Top-Jobs in stadtnahen Unternehmen und – ganz zentral – einen zweiten Stadtrat. Diese Posten fordern die Grünen seit Beginn der Verhandlungen“, verriet ORF-Redakteur Lukas Lattinger.
Er machte damit in einem einzigen Satz deutlich, dass sich die Grünen in nichts mehr von den Alt-Parteien unterscheiden. Es geht um gut bezahlte und prestigeträchtige Versorgungsposten für Günstlinge der Grün-Partei. Was sich die Grünen ebenfalls sehnlichst wünschen ist ein Wahlrecht, das ihre Partei begünstigt. Eine Einigung sei sehr wahrscheinlich, verriet der ORF-Berichterstatter.
Sinnvollerweise hätte er noch daran erinnern können, dass die Wiener Grün-Chefin Maria Vassilakou vor der Wahl ihren Rücktritt für den Fall versprochen hatte, dass der Stimmenanteil der Grünen zurückgeht. Was bekanntlich passiert ist. Dass die Grünen darauf vergessen haben liegt auf der Hand, aber ein kritischer Journalist darf und muss derartige Themen immer wieder anschneiden.
Allerdings nicht im ORF. Dort ist Kritik an Rot oder Grün ein „no go“, wie das im ORF-Neudeutsch formuliert wird.
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